Euer Pilot funktioniert. Wer entscheidet jetzt, ob die Ergebnisse für den Betrieb gut genug sind?
KI-Piloten bleiben oft hängen, weil niemand festgelegt hat, ab wann ein Ergebnis gut genug ist. Der Fachbereich nimmt ab, die IT betreibt, und zwei Kriterien werden schon vor dem Pilot vereinbart: tragbare Fehlerquote und Rückgabequote an Menschen.
An dieser Frage bleiben KI-Projekte oft hängen. Nehmen wir einen Pilot, der Angebote aus Kundenanfrage und Stammdaten vorbereitet. Die IT kann sicherstellen, dass das System stabil läuft. Ob ein Angebot fachlich stimmt, kann sie nicht beurteilen. Der Vertrieb kann das beurteilen, hat aber meist nie festgelegt, ab wann ein Ergebnis gut genug ist. Also läuft der Pilot weiter, ohne dass ihn jemand freigibt.
Der Fachbereich nimmt ab, die IT betreibt
Meine Empfehlung: Der Fachbereich nimmt ab, die IT betreibt. Damit die Abnahme gelingt, braucht sie Kriterien, die schon vor dem Pilot vereinbart werden:
- Welche Fehlerquote ist tragbar, gemessen an dem, was ein Fehler im Angebot kostet?
- Wie viele Fälle darf die KI an Menschen zurückgeben, bevor sich der Einsatz nicht mehr lohnt?
Mit diesen beiden Antworten wird aus einer Gefühlsentscheidung eine prüfbare. Und der Fachbereich übernimmt Verantwortung für etwas, das er selbst definiert hat.
Wo die Abnahme nicht reicht
Eine Grenze gibt es: Bei sicherheits- oder haftungsrelevanten Prozessen, etwa in der Qualitätsprüfung, reicht die Abnahme durch den Fachbereich nicht. Dort gehören Qualitätsmanagement und gegebenenfalls die Rechtsabteilung in die Freigabe.
Wer entscheidet bei euch, ob ein KI-Ergebnis gut genug ist? Und wurde das festgelegt, bevor der Pilot gestartet ist?